Ein leiser Auftakt
Fiorente ist aus einem Lauschen entstanden. Aus der Erfahrung, dass Landschaft antwortet, wenn man ihr Zeit lässt. Dass Pflege Beziehung ist. Dass Berührung nichts macht, sondern etwas erinnert. Und dass das Wesentliche nicht erzwungen werden kann – sondern entsteht, wenn Raum gegeben wird.
Warum hier
Wir sind Menschen, die gelernt haben, dem Leben zuzuhören – im Körper, in der Landschaft, im Dazwischen. Der Weg nach Italien war kein Ortswechsel im klassischen Sinn. Er war eine innere Bewegung – weg von Beschleunigung, hin zu Rhythmus. Der Olivenhain von Montalbano wurde nicht gesucht. Er hat uns gefunden. Er zeigte sich: als Landschaft mit Geschichte, als Ort mit Gedächtnis, als Raum jenseits der Eile. Zwischen alten Olivenbäumen, Stein, Licht und Stille wurde spürbar, dass dieser Ort nicht genutzt werden will, sondern gehalten. So ist Fiorente gewachsen – nicht aus einem Plan, sondern aus einer Beziehung. Aus dem Wunsch, Landschaft zu hüten, Bewusstsein zu nähren und Kultur als lebendigen Dialog zu verstehen.
Es war weniger ein Entscheiden als ein Antworten.