Die Bewusstseins-Schule von Fiorente
Die Schule von Fiorente versteht sich vor allem als Haltung, aber auch konkret als Raum des Forschens und Lernens sowie künstlerischer Erfahrungen, als Raum also, in dem die Verbindung von Bewusstsein, Natur und Kultur gepflegt wird und Landschaft selbst zum Lehrer wird: als Ort des Erlebens und Erfahrens, dass wahres Lernen ein Erwachen ist, ein Lauschen auf die Zusammenhänge zwischen Mensch und Welt, eine Wieder-Entdeckung der schöpferischen Quelle im eigenen Inneren. In der Arbeit mit den Bäumen und der Natur, im künstlerischen Wirken, im stillen Wahrnehmen und Gestalten, im achtsamen Berührt-Werden wächst ein neues Verständnis von Kultur: als gelebte Beziehung zum Leben selbst. Was im Olivenhain beginnt, die Langsamkeit, die Weite, das stille Wahrnehmen, setzt sich im Inneren fort.
Ein Raum, der nichts will
Der Heil- und Bewusstseinsraum von Fiorente ist daher kein Ort der Optimierung und kein Raum für Zielerreichung. Er folgt keinem Plan und keinem therapeutischen Schema. Hier geschieht Heilung nicht durch Machen, sondern durch Dasein. Durch Präsenz. Durch Berührung ohne Absicht. Durch Zeit, die sich wieder weitet.
Berührung, Stille, Wahrnehmung
In achtsamer, meditativer Berührung – getragen von einer mitfühlenden Haltung – darf der Körper sich erinnern. Nicht an etwas Neues, sondern an das, was immer schon in ihm angelegt ist. Wie im Wachstum des Olivenbaums zeigt sich auch hier nichts auf Befehl. Was sich zeigt, zeigt sich aus sich selbst heraus.
Heilung als Rückkehr in Beziehung
Heilung verstehen wir auf Fiorente als Rückkehr in Beziehung: zur eigenen Leiblichkeit, zum inneren Rhythmus, zur Landschaft, zum Leben selbst. Nicht als Reparatur, sondern als Wiederanknüpfen an einen lebendigen Zusammenhang.
Ein Raum, der offen bleibt
Der Heil- und Bewusstseinsraum von Fiorente ist kein festgelegtes Angebot. Er ist ein offener Raum, der sich im Gehen zeigt, im Lauschen vertieft und im gemeinsamen Dasein wandelt. Jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte mit. Und jeder darf hier auf seine Weise ankommen.
Erinnerung
Vielleicht ist Heilung weniger ein Ziel als eine Erinnerung. Und vielleicht beginnt sie dort, wo wir aufhören, uns selbst zu übergehen.